Optimierung der Klärschlamm-Eindickung mit Strohpelleten

Optimierung der Klärschlamm-Eindickung mit Strohpelleten

Strohpelleten sind ein wirksames, natürliches Hilfsmittel für die Eindickung von Klärschlamm. Sie steigern die Entwässerungseffizienz, senken Transportkosten und verbessern die Arbeitsbedingungen in Kläranlagen.

Warum Strohpelleten die Eindickung verbessern

  • Hohe Saugfähigkeit – schnelle Aufnahme von freiem Wasser.
  • Verbesserte Struktur – bessere Porosität und Fest-Flüssig-Trennung.
  • Natürliche Zusammensetzung – vollständig biologisch abbaubar.
  • Ausgeglichenes C:N-Verhältnis – wichtig für Kompostierung oder Vergärung.

Anwendungshinweise

  • Dosierung: 5–15 % der Schlammmasse.
  • Zugabepunkt: vor der mechanischen Eindickung.
  • Kontaktzeit: mindestens mehrere Minuten.
  • Pelletgröße: 6 mm oder 8 mm.

Vorteile für Kläranlagen

  • Volumenreduzierung des Schlamms um 20–30 %.
  • Geringere Transport- und Entsorgungskosten.
  • Bessere Leistung der Entwässerungstechnik.
  • Weniger Geruchsbelastung und Leckagen.

Integration in nachfolgende Prozesse

Nach der Entwässerung lässt sich Schlamm mit Pelletzugabe leichter anaerob vergären, schneller kompostieren und für Bodensanierungen nutzen (nach Erfüllung hygienischer Anforderungen).

Praxisbeispiel

In einer Kläranlage mit 20.000 EW führte die Zugabe von 10 % Strohpelleten vor einer Bandpresse zu einer 15% kürzeren Entwässerungszeit, 26% weniger Schlammmasse und 18% geringeren Transportkosten pro Jahr.

Häufige Fehler

  • Zu hohe Dosierung.
  • Zugabe zum falschen Zeitpunkt.
  • Ungleichmäßiges Mischen.

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